Moose und Flechten
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Liebe*r

Daniel Hepenstrick (aka Hepi) hat die ZHAW verlassen. Den von ihm gestarteten Newsletter führt nun die Forschungsgruppe Vegetationsökologie der ZHAW fort. Es freut uns, dass wir weiterhin mit Hepi zusammenarbeiten können. Was Hepi jetzt macht, erfährst du auf seiner Homepage.

Herzliche Salvia-Grüsse
Forschungsgruppe Vegetationsökologie
Inhalt:
• CAS-Kurs Vegetationsanalyse und Feldbotanik
• Feldwochen Flechten und Moose
• Flächensuche Erigeron annuus
• Start «VegChange»
• Dieses und jenes
 
 
CAS-Kurs Vegetationsanalyse und Feldbotanik
Es gibt in der Schweiz viele Kurse zum Lernen von Pflanzenarten, aber nur der CAS «Vegetationsanalyse und Feldbotanik» zeigt, wie man dieses Wissen in geeignete Datenerhebungen und Analysen übersetzt. Diese ermöglichen es, solide Erfolgskontrollen, Biodiversitätsmonitoring oder Analysen gefährdeter Arten durchzuführen. Mit diesem Kurs vertiefst du einerseits deine Artenkenntnis der Schweizer Gefässpflanzen (v.a. kritische Gruppen und vegetativ), lernst andererseits viel zu Vegetationsaufnahmen, Samplingdesign und statistischen Analysen. Der Kurs wurde grundlegend neu konzipiert und startet wieder im Frühjahr 2027. Eine Anmeldung für den Kursstart 2027 ist ab sofort möglich.
 
Infos und Anmeldung
 
 
 
 
Feldwochen Flechten und Moose
Willst du dich in die farbenfrohe Welt der Flechten oder in den formenreichen Mikrokosmos der Moose vertiefen und vielleicht später in diesen Bereichen arbeiten? Die Feldwoche Flechten oder die Feldwoche Moose bietet dir den Einstieg in die lichenologische resp. bryologische Grundausbildung. Profitiere auf Exkursionen und bei Bestimmungsübungen vom Fachwissen von Spezialist:innen. Wo es im 2027 hin geht, steht noch nicht fest, aber vor-anmelden ist schon möglich.
 
Infos und Anmeldung
 
 
 
 
Schadet Erigeron annuus der heimischen Biodiversität?
Das Einjährige Berufkraut aus Nordamerika ist ein seit Langem in ganz Europa etablierter Neophyt. In der Schweiz gilt es als «invasive nicht heimische Art», da vermutet wird, dass sie einen negativen Einfluss auf die heimische Biodiversität hat. Eine Ende 2025 erschienene Studie der Forschungsgruppe Vegetationsökologie (Genucchi et al. 2025) fand mit gepaarten Flächen mit unterschiedlicher Erigeron-Deckung im Raum Zürich dagegen keinen negativen Einfluss auf die heimische Pflanzendiversität. Dieses Ergebnis deckt sich mit den Befunden der zwei einzigen übrigen «Impact»-Studien der Art in Europa. Im Frühjahr 2026 haben unsere Befunde medial hohe Wellen geschlagen, da sie der vorherrschenden Meinung in der Schweiz widersprechen. Deswegen ist in diesem Jahr unsere Bachelor-Studentin dabei, die Erhebung auf drei weitere Kantone (St. Gallen, Ticino, Vaud) auszuweiten. Wir würden uns daher sehr über die Meldung von Flächen in den drei Kantonen freuen, auf denen Erigeron annuus sehr hohe Deckungen erreicht und die wir in unsere Untersuchungen einbeziehen können. Meldungen bitte mit Koordinaten, ggf. Foto und Kontakt zu Flächeneignern/nutzern bitte an juergen.dengler@zhaw.ch.

Genucchi et al. (2025) No negative impact of Erigeron annuus on native plant diversity: a case study from Northern Switzerland. https://doi.org/10.14471/2025.45.013.
 
 
SNF-Projekt «VegCHange» gestartet: Den anthropogenen Wandel der Schweizer Flora und Vegetation verstehen
Zusammen mit InfoFlora führen wir in der Forschungsgruppe Vegetationsökologie bis 2029 das Projekt «VegCHange» durch. Darin sollen alle existierenden Datenquellen zur Flora (einschliesslich Nicht-Gefässpflanzen) und Vegetation der Schweiz nutzbar gemacht und ausgewertet werden. Ziel ist es, ein raum-zeitlich differenziertes Bild zu bekommen, wie sich die Phytodiversität der Schweiz verändert, welches die hauptsächlichen Ursachen sind und wie daher besonders effiziente Gegenmassnahmen gegen den Biodiversitätsverlus aussehen können. Die wichtigsten Ergebnisse werden dann auch auf unserer interaktiven Informationsplattform zugänglich gemacht.

Neben komplexen Analysen sehr grosser Datensätze durch einen Postdoc und eine Doktorandin, biete wir auch zahlreiche Themen für studentische Arbeiten (Bachelor, Master, PhD, CAS) im Kontext von «VegCHange» an, sowohl für unsere eigenen Studierenden wie auch für solche anderer Universitäten. Ein beliebtes Thema sind Wiederholungsaufnahmen von historischen Vegetationsaufnahmen nach 20, 30, 40 oder mehr Jahren. Wer also spannende historische Vegetationsstudien kennt (oder selbst durchgeführt hat), deren Wiederholung sich lohnen würde, ist herzlich eingeladen, uns diese zu melden (juergen.dengler@zhaw.ch).

Mehr Infos: https://www.zhaw.ch/iunr/vegchange
Informationsplattform: https://vegetation.ch/
Forschungsplattform
 
 
Dieses und jenes
 In der Forschungsgruppe Vegetationsökologie gibt es zwei neue Gesichter, die Doktorandin Marjalena Seipp und der Assistent Pascal Reutimann.
 Wie hat sich das Grünland in der Schweiz in den letzten 120 Jahren verändert? Das hat das SNF-SquareFoot-Projekt beantwortet. Details zur Veränderung der Biodiversität, der mittleren Zeigerwerte und der Häufigkeit von Einzelarten findest du in diesen beiden Publikationen der Forschungsgruppe Vegetationsökologie: Widmer et al. (2025, Global Change Biol.) und Widmer et al. (2026, Biol. Conserv.).
 «Waldrand und Futterlaub – passt das zusammen? Bist Du in der Land- oder Forstwirtschaft tätig oder hast Kontakte dorthin? Vielen Dank fürs Ausfüllen oder Weiterleiten dieser kurzen Umfrage
 Wie immer finden SBG-Zertifikatsprüfungen «Bellis» und «Iris» an der ZHAW in Wädenswil am letzten Dienstag im Juli statt. Weitere Infos und Anmeldung auf infoflora.ch
 Am 23.6. finden die Flechten- und Moos-Zertifikatsprüfung «Hypogymnia» und «Calliergonella» an der ZHAW in Wädenswil statt. Details und Anmeldung auf bryolich.ch
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